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Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Barbara
    Barbara

    Heute, 31.Januar 2021 hat Ken Wilber seinen 72. Geburtstag.
    Vor ein paar Tagen habe ich das Buch „Mut und Gnade“, das zusammen mit den Texten seiner Frau Treya 1991 in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. beendet. Ich bin immer noch zutiefst beeindruckt von der Reflektionsfähigkeit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Intelligenz dieser beiden Menschen.
    Das ist hier kein billiges Eso-Buch, das die rosaroten Welten verspricht, sondern hier geht es wirklich um Transformation ins Sein hinein und was es kostet.
    Hut ab vor solchen Menschen.
    Die Bücher von Ken Wilber haben jahrelang immer wieder den Weg in meine Bibliothek gefunden aber – Hose runter – da war ich noch nicht innerlich, diesen Inhalt in mir aufzunehmen. Dieser Mann hat einen außerordentlichen Intellekt und er verwendet diesen Intellekt um das Universum des Bewusstseins zu beschreiben. Er hat die engen Grenzen der akademischen Welt weit überschritten.
    „Mut und Gnade“ ist für mich mein Einstieg zu Ken Wilber´s Bewusstseinsraum…mal gucken wie weit es geht…
    Er und seine Frau Treya beschreiben in diesem Buch einen Zeitraum von fünf Jahren. Es beginnt mit ihrem Kennenlernen,ihrer tiefen Liebe füreinander, der Diagnose Krebs bei seiner Frau, ihrer beider Umgehen damit und dem Sterben.
    Aus meiner Sicht, ein höchst menschliches und spirituelles Buch. Ich kann´s nur empfehlen.

    1. Avatar
      Alexandra

      Liebe Barbara,

      ich möchte dir gerne von einem Buch berichten. Es heißt „Head, Heart and Hara“ von Peter Wilberg. Dort wird auf faszinierende Weise berichtet, wie sich die Kulturen in Ost und West auf unterschiedliche Art auf ihren Körper beziehen und dort Bewusstsein, Seele und Energie verorten: eben Kopf, Herz und Hara. Diese Punkt werden vom Autor als Orte der Seelenweisheit bezeichnet. In dem Buch geht er darauf ein, wie der unterste Punkt, das Hara, etwas unterhalb vom Bauchnabel liegend, in den östlichen Kulturen hoch geschätzt wurde in seiner Bedeutung. Es ist der Erdmittelpunkt des Menschen und dort ist er mit dem Mittelpunkt der Erde verbunden. In den westlichen Kulturen scheint das Wissen um das Hara gänzlich verloren gegangen zu sein. Hier liegt der Schwerpunkt auf Herz (Christentum) und Kopf (Logik, Wissenschaft) Indem er diesen Umstand weiter analysiert, erwächst zunehmend ein Verständnis, dass das dominant gewordene westliche Verständnis sich durch wachsende Entwurzelung auszeichnet. In Analogie zur fehlenden Verwurzelung im Hara, vielleicht der Ort wo der Mensch sich bewusst mit der Erde verbinden kann und systemische Weisheit in seine Weltsicht und seine Entscheidung vervollständigen könnten. Wäre dort ebenfalls Bewusstsein vorhanden. Das Buch ist eine spannende Lektüre, hinterlässt in mir eine Sehnsucht, mein Hara von nun an oft aufzusuchen und diese Qualität in der Welt zu mehren.

      Lieben Gruß
      Alexandra

  2. Barbara
    Barbara

    Liebe Alexandra,
    sehr schön gebahnt von dir, der Weg zu dem von dir besprochenen Buch von
    Peter Wilberg „Head, Heart and Hara“
    Ich schätze das sehr, was du schreibst, denn ich habe tatsächlich schon die Erfahrung mit der Verbundenheit des Haras und der Unverbundenheit damit im westlichen Menschen gemacht.
    Vor vielen Jahren machte ich eine Shiatsu – Ausbildung. Eine Teilnehmerin aus unserem Kurs damals, reiste in Sachen Shiatsu nach Japan. Danach erzählte sie mir, dass die Menschen dort in der Körpermitte warm schwingen. Sie nahm das ganz deutlich wahr.
    Viele Jahre später, in einer äußerst sensiblen Phase meines Lebens, ich war auf dem Weg nach Kanada um dort zu Füssen meines Lehrers John de Ruiter zu bleiben. Leute, das ist jetzt ironisch gemeint mit den Füssen.
    Auf dem Frankfurter Flughafen bemerkte ich plötzlich und unwillkürlich, dass die stärkste Energie, die ich in den Menschen dort wahrnahm, vom Kopf strömte. Unmittelbar entsann ich mich meiner Mitschülerin und deren Wahrnehmung in Japan. Mit was ich nicht gerechnet hatte, wie viel Erschrecken meine Wahrnehmung in mir auslöste. Mir wird jetzt noch körperlich ganz übel, wenn ich daran denke. Es hatte ein bisschen was mit Robotern zu tun.
    Der Begriff „German Angst“ ist bekannt und wenn ich an mein Erlebnis auf dem Frankfurter Flughafen denke, dann wird mir Einiges klar.
    Jetzt kann nicht jeder Englisch wie du, Alexandra.
    Eine Frage, welchen deutschsprachigen Titel kannst du betreffend das Hara als Körpererdmitte empfehlen, wenn du eins empfehlen kannst ?

  3. Avatar
    Alexandra

    Liebe Barbara,

    Karlfried Graf Dürckheim hat ein ganzes Buch dem Hara gewidmet. Es ist nicht ganz leicht zu lesen, dafür ist sehr lohnend. Das Buch heißt „Hara. Die Erdmitte des Menschen“. Graf Dürckheim hat viele Jahre in Japan gelebt und sich dort tiefe Kenntnisse zu dem Thema angeeignet. Diese hat er nach Europa mitgebracht und hier weiter gegeben. Eine sehr wertvolle Lektüre.

    Herzlichen Gruß
    Alexandra

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