Zugehörigkeit

Zugehörigkeit

Geistesqualität

Kürzlich telefonierte ich mit einer Freundin. Uns beide eint eine bestimmte Geistesqualität.
Das ist etwas anderes als die gleiche Gesinnung teilen. Mit einigen Menschen teile ich die gleiche Gesinnung bezüglich bestimmter Themen aber wir teilen dann nicht die gleiche Geistesqualität.
Also mit dieser Freundin besteht diese Verbindung und darüber bin ich sehr glücklich.

Zurück zum Telefonat.

Das Sehnen nach Gruppen und Freundeskreisen

Sie erzählte mir, dass sie eine Person in ihrem Umfeld für eine bestimmte Eigenschaft schätzt, die meine Freundin nicht hat. Diese Person hat die Fähigkeit, über lange Zeit, bis in die Kindheit hineinreichend, Beziehungen zu erhalten oder sich in regelmäßigen Abständen in festen Gruppen zu treffen.

Auch ich kenne dieses Sehnen nach Gruppen oder nach einem festen Freundeskreis.
Aber von Außen sieht alles anders aus als von Innen.

Gemeinschaft nicht um jeden Preis

Vor ein paar Wochen sah ich zwei mir bekannte Frauen zusammen spazieren gehen. Mein Inneres reagierte unwillkürlich mit einem: „Ach wie gerne wäre ich mit dabei“ und noch eine Stimme in mir war da, die ganz klar erkannte:
Gemeinschaft nicht um jeden Preis.

Eine andere Freundin erzählte mir einmal, dass sie im Winter über den Weihnachtsmarkt ihres Heimatortes ging und wehmütig auf die Menschengruppen schaute, die da miteinander schwatzten und Glühwein tranken. Ein Teil in ihr wünschte sich, ein Teil dieser Dorfgemeinschaft zu sein aber der Anteil den sie gerne lebte, war auf Reisen.

Alles hat einen Preis

Ich persönlich brauche den seelischen Gleichklang mit anderen Menschen.
Das ist wichtig für mich, das hält mich gesund und kommunikationsfähig.
Allerdings gibt’s davon nicht so viele in meinem Leben und diese wechseln auch.
Und wenn ich mal einem Menschen begegne, mit dem ich einen tiefen Gleichklang erlebe, dann fühle ich mich sehr beschenkt. Das ist Nahrung auf allen Ebenen in mir und zwar für die Ebenen, die ich kenne und für die, die ich noch nicht kenne.

Meiner Freundin erzählte ich dann am Telefon was mein Stadtschamane über Freunde sagte.
Er sagte: Ich mache mir ernsthaft Sorgen um meine Entwicklung, wenn meine persönlichen Kontakte nicht alle
5 Jahre einer Veränderung ausgesetzt wären.“

Daraufhin sagte sie: „Du, das erleichtert mich total.“

Der Tenor für mich :

Eigentlich ist es das Sehnen nach Zugehörigkeit.

Die Frage ist für mich:

Nach WAS und nicht nach WEM

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Cornelia

    Ich sehne mich nach dem, was ich wirklich bin.
    Ein John de Ruiter kann mir den Weg aufzeigen, aber alleine ich muß ihn gehen.
    Er führt über Freuden-Tänze und durch Tränen-Täler.
    Und doch gehe ich unermüdlich weiter, denn das Ziel zieht mich in diese unaussprechliche Tiefe zurück, aus der ich einst kam.

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